Mietwohnungen in München: Hotel statt Wohnheim für Studenten

geschrieben am Dez 23, 2011

Als Student hat man es in der bayerischen Hauptstadt mitunter nicht leicht: Neuanfänger haben in München massive Probleme, ein Zimmer zu finden. Alternative zu den überteuerten Angeboten: Wohnen im Hotel.

Der Neustart in einer anderen Stadt ist niemals ganz leicht, aber was Studenten in München erwartet, mutet wirklich ungewöhnlich an: Aufgrund der angespannten Wohnsituation in der bayerischen Hauptstadt sind Studenten mitunter zu ungewöhnlichen Alternativen gezwungen. Die Suche nach Mietwohnungen in München, die für Studenten bezahlbar sind, gestaltet sich schon seit länger Zeit schwierig. Wenn auch kein WG-Zimmer mehr frei ist und auch die Wohnheime überlastet sind, dann bleibt vielen, die nicht von ihrer Heimat aus pendeln können, nur noch das Hotel.

Zunächst scheint diese Idee absurd, kostet die Übernachtung im Einzelzimmer beispielsweise im Bayerischen Hof in Freisingen stolze 25 Euro pro Nacht, trotz Studentenrabatt. Andererseits kann ein Hotel mit Komfort aufwarten, den weder Mietwohnung noch WG bieten: Zimmerservice, Putzfrau, nur ein paar Treppenstufen entfernt von Restaurant und Baras Wohnen im Hotel hat durchaus seine Vorzüge.

Wohnraum für Studenten knapp

Dieses Jahr war die Situation auf dem Wohnungsmarkt der Bayernmetropole besonders angespannt: Die Abschaffung des Wehr- und Zivildienstes und der doppelte Abiturjahrgang brachten eine wahre Schwemme an Studenten an die Münchner Unis. Schnell waren die wenigen Wohnheimplätze vergeben, auch die Kapazitäten der Wohngemeinschaften waren mit der Zeit erschöpft. Dass Studenten auf Pensionen und Hotels ausweichen, ist so nur die logische Folge. Dies soll aber nur eine Zwischenlösung sein, was dazu führt, dass die Zeit neben dem Studium nicht nur für Lernen und vielleicht einen Nebenjob genutzt wird, sondern verstärkt auch für die Wohnungssuche.

Die aktuelle Situation ist wahrlich kein Aushängeschild für die bayerische Landeshauptstadt. So sind Politiker wie der städtische Hochschulreferent Heino Pause (Freie Wähler) bemüht, den Wohnungsmarkt für Studenten zu entspannen. Es ist ein Projekt mit einem privaten Investor in Planung, bei dem an der Angerstraße Studenten-Apartments gebaut werden sollen. Wann das Projekt letzten Endes in die Praxis umgesetzt wird, ist noch unklar.

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